125 Jahre Stahler Blasorchester

Anlässlich des bevorstehenden SBO: Jubiläumskonzert „125 Jahre Stahler Blasorchester“ möchten wir Ihnen auf dieser Sonderseite einen kleinen Überblick rund um die Geschichte des Stahler Blasorchesters vermitteln, die geprägt war durch Umbrüche, Neubeginn und wichtigen Entscheidungen. Aber auch Berichte vom nie endenden Idealismus des Orchesters und den Verein für nachfolgende Generationen zu erhalten, steht’s angepasst am Lauf der Zeit, mit frischen Ideen und der nie endenden Liebe zur Musik.


Video: 125 Jahre Stahler Blasorchester Es spricht Dirigent Reinhard Meissner

Reinhard Meissner und seine künstlerische Arbeit mit dem SBO und  Informationen zum großen Jubiläumskonzert in der Stadthalle Höxter am 26.11.2017


Reinhard Meissner

Stabsfeldwebel im Heeresmusikkorps 2 Kassel

1. Flügelhornist und Trompeter im Heeresmusikkorps 2 Kassel

   Feldwebel für Nachwuchsgewinnung


Jubiläumskonzert „125 Jahre Stahler Blasorchester“

 

Das Stahler Blasorchester von 1892 e.V. möchte sein Jubiläum mit einem Galakonzert in der Höxteraner Stadthalle begehen. Das Orchester um Dirigent Reinhard Meissner gehört zu den besten Blasorchestern im hiesigen Raum. Für das Konzert am Sonntag den 26. November haben die Stahler sich vorgenommen, die ganze Bandbreite der Blasmusik zu präsentieren, angefangen von Märschen, Polkas, Filmmusiken und Musicals bis hin zu Werken der Klassik. Das Programm enthält Soloparts verschiedener Instrumente und als besondere Höhepunkte wird die bekannte Sopranistin Sylvia Koke das Orchester bei einigen Stücken mit ihrer glanzvollen Stimme begleiten.

Die Sopranistin Sylvia Koke studierte an der Kölner Musikhochschule Gesang (Künstlerischer Abschluß „mit Auszeichnung“, Konzertexamen) und Schulmusik sowie Germanistik und Anglistik an der Universität zu Köln (Erstes und Zweites Staatsexamen).



Ihr erstes Festengagement führte die Finalistin des Belvedere Gesangswettbewerbs Wien und des Deutschen Wettbewerbs Gesang Berlin an das Essener Aalto-Musiktheater, ihr zweites an die Oper Dortmund. Mit Koloraturpartien wie z.B. Violetta, Fiordiligi, Frau Fluth, Lucia di Lammermoor, Konstanze oder der Königin der Nacht sowie mit Alter und Neuer Musik gastierte sie an Theatern, Konzert- und Opernhäusern im In- und Ausland  (Dortmunder Konzerthaus, Salzburger Festspielhaus, Kölner und Berliner Philharmonie, Staatsoper Stuttgart, Vlaamse Opera Antwerpen, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Teatro El Escorial, Festwochen für Alte Musik Innsbruck, Opernhaus Montpellier u.v.a.).

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Sie arbeitete u.a. mit George Tabori, Konrad Junghänel, Daniele Abbado, Sir Colin Davis und Loriot, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem London Symphony Orchestra.


CD-Produktionen wie z.B. Anton Schweitzers „Alceste“ (NAXOS) und Leonard Bernsteins „Candide“ (Capriccio), Auftritte in Hörfunk und Fernsehen sowie Liedprogramme ergänzen ihre künstlerische Tätigkeit.

Text: Rudi Weber


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Video: DAS STAHLER BLASORCHESTER

                       Video: Produktion/Schnitt © dieaktuellekamera.de - Kamera Günter Wackernagel


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                          Video: Produktion/Schnitt © dieaktuellekamera.de - Kamera Günter Wackernagel

Wie alles begann

 

Das Stahler Blasorchester wurde gegründet als "Stahler Blaskapelle" am Montag, dem 12.12.1892. Die Gründer-Formation bestand aus 12 Männern, von denen die vier Gründungsväter sowie sechs weitere Mitglieder namentlich überliefert sind:

Karl Schaper (Gründer) -  Johannes Specht (Gründer) -  Johannes Vieth (Gründer) -  Karl Weber (Gründer) -  Johannes Borgolte -  Wilhelm Borgolte -  Franz Brandhorst -  Josef Krüger -  Ferdinand Specht -  Josef Voß

 

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Die ersten Blechblasinstrumente stammten von der Firma Wunderlich in Sachsen und waren Vereinseigentum. Geprobt wurde hauptsächlich Sonntags unter der Leitung von Oberpostschaffner Faß aus Holzminden, dem ersten Ausbilder der "Stahler Blaskapelle".

 

Schon bald erfolgten die ersten Auftritte, nicht nur im heimatlichen Stahle, sondern auch bereits in den Nachbarorten Albaxen, Holzminden und Heinsen.


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Um 1902 Jahre traten sieben junge Nachwuchs-Musiker (Namen sind leider nicht überliefert) der Kapelle bei, und mit der Klarinette wurde erstmals ein Holzblasinstrument besetzt.

Später wurden auch Violinisten und andere Streicher ins Orchester aufgenommen

Tanzveranstaltungen wie Maurerball, Kriegerball, Schützenball und Junggesellenball, die in der langen Winterzeit im alten "Krügerschen Saal"  - im "Dorfkrug Stahle", den es bis 2000 gab -  stattfanden, waren ohne die "Stahler Blaskapelle" undenkbar.


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Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein gut ausgebildeter, harmonischer Klangkörper, der sich weit über die Dorfgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf erarbeitete.

 

In der Zeit von 1939 – 1945 ruhte das Vereinsleben da nahezu alle Stahler Musiker zum Kriegsdienst eingezogen worden waren. 13 Musiker der „Stahler Blaskapelle“ starben im Krieg, andere kehrten zum Teil krank und behindert zurück. Den Überlebenden unter der musikalischen Leitung von Ferdinand Koch ist es zu verdanken, dass ab 1946 die Tradition der Stahler Blasmusik weiterlebt.



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Ein weiterer wichtiger Name in der Geschichte des „Stahler Blasorchesters“ ist Erwin Schwiete, der am 22.12.1969 das „Jugend-Bläsercorps der Blaskapelle Stahle von 1892“ („Rot-Weiß“) mit gründet. Die ersten Überstunden fanden bei „Onkel Erwin“ Schiete im Wohnzimmer, an schönen Sommertagen auch in seinen Garten statt. Nach etwa einem Jahr intensiver Vorbereitung wurde der „ Jugend- Musikzug Stahle“ – so lautete jetzt der offizielle Name – für erste kleine Auftritte verpflichtet. Das repertoire umfasste seinerzeit Choräle, volkslieder und einige Märsche. Sämtliche Notenbücher in den 1970er Jahren wurden von Erwin Schwiete handschriftlich erstellt und teilweise auch noch heute verwendet.

 

Am 13.12.1985 trat Erwin Schwiete nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins als Erster Vorsitzender zurück. Sein Nachfolger wurde Rudi Weber.

Damit begann auch eine  Neuorientierung diese spiegelte sich aber nicht nur im Bereich der Musik und der Musiker wieder, sondern auch in einer Umbenennung des Vereins und so wurde in der Jahreshauptversammlung vom 24.01.1987 auf Vorschlag von Gerald Jakubus und Heinz Gröne aus dem „Musikzug Stahle“ das „Stahler Blasorchester von 1892 e. V.“ (eingetragen in das Vereinsregister VR 352 am 28.04.1987). 


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Vorweihnachtliches Konzert in die St.-Anna-Kirche in Stahle

 



Das Stahler Blasorchester präsentierte alljährlich ein vorweihnachtliches Konzert in der  St.-Anna-Kirche in Stahle.

Die Musiker aus Stahle bieten im Rahmen dieses Konzerts ein vielfältiges Programm, dass sich aus traditionellen Advents- und Weihnachtsklängen sowie festlich-klassischen Werken zusammensetzte, aber auch moderne Interpretationen beinhaltet. 



 Jugendförderung


Heute bietet das SBO ein vielfältiges Programm an traditioneller und aktueller Blasmusik in verschiedensten Stilrichtungen. Besonders großer Wert wird auf die musikalische Ausbildung und die Jugendförderung durch die vereinseigene Musikschule gelegt. Musikalisch ausgebildet werden kann man im Stahler Blasorchester bereits ab dem 3. Lebensjahr im Rahmen der musikalischen Früherziehung. Eine Instrumentalausbildung erfolgt ab dem 6. Lebensjahr. Die Musikschüler werden parallel durch das Mitwirken im Jugendorchester auf eine spätere Teilnahme im Stammorchester vorbereitet.

 


Festival der Blasmusik



Die Konzertreihe unter dem Motto „Festival der Blasmusik“ ging im Jahr 2000 erstmals an den Start, die mittlerweile in unserer Region Kultstatus erreicht hat und alljährlich in der Stadthalle Holzminden stattfindet. Ein Gemeinschaftskonzert mit dem Stahler Blasorchester von 1892 e. V., der Blaskapelle Brenkhausen und dem Weserberglandorchester Bödexen, das jedes Jahr aufs Neue nicht nur durch die hohen Besucherzahlen (stets ausverkaufte Konzerte) abermalig den hohen Leistungsstandard der Musiker und die Beliebtheit für die Musikform Blasmusik in unsere Region bei Alt und Jung widerspiegelt.    

 

 

Ein festes Zuhause

 


Am 16.11.2007  wurde eine außerordentlichen SBO-Mitgliederversammlung beschlossen, dass zum 1.1.2008 das Haus Am Schling 11 in Stahle  gekauft werden sollte, um es später für den Verein, das Orchester und für die Ausbildung, nutzen zu können. Dank des großen Einsatzes der Mitglieder, die Wochenende für Wochenende und mitunter auch werktags ab dem 15.12.2007 acht Monate lang den ehemaligen Lebensmittel- und Getränkemarkt “nahkauf” freiwillig und mit großem Engagement und höchster Intensität umbauten, war es am Samstag, den 16.08.2008 endlich soweit, die SBO- Musikhalle wurde offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit im Rahmen eines “Tags der offenen Tür” präsentiert. Heute ist es das feste Zuhause des SBO und Fundament für seine Zukunft.



 


 

                              

 

 

 

 

 

                                

  

 

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